Rauken

 

  Claire Beyer: Rauken

Erzählung. Erstausgabe
15,50, 129 Seiten, Geb.
ISBN 3-627-00074-9

2000 in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen, eine Lizenzausgabe 2001 in der Büchergilde Gutenberg. Das Taschenbuch ist bei BTB erhältlich.

Das Hörbuch (2 Cassetten / 2 CDs), gelesen von Monica Bleibtreu, erschien 2001 bei Hörbuch Hamburg.

Rauken erschien bislang in dänischer (Forlaget Hovedland, übersetzt von Claes Kastholm Hansen) und in französischer Übersetzung (Édition Jacqueline Chambon).

"Der Krieg bringt auch die um, 
die er nicht tötet."

Das Mädchen Vroni, zu Beginn der Geschichte sechs Jahre alt, wächst in einer Großfamilie im Allgäu auf, die vom Großvater mit harter Hand regiert wird. Vroni ist den familiären Machtverhältnissen hilflos ausgeliefert. Insbesondere leidet sie unter den unkontrollierten Wutausbrüchen ihres Vaters, der als Kriegsversehrter eine vom Großvater ganz und gar abhängige Existenz führt. Niemand hat den Mut oder die Position, Vroni beizustehen, auch die Mutter nicht.

Aber da gibt es Pierre, der Sohn der jüdischen Fabrikantenfamilie im Dorf, die nach Kriegsende aus dem Osten kam, um die geerbte Fabrik zu übernehmen. Pierre spielt Klavier wie Mozart, er "ist" Mozart, ihr Held, der ihr mit seiner Kunst eine Gegenwelt zu den bedrückenden und grausamen Verhältnissen in ihrem Zuhause eröffnet. Mit diesem Jungen, körperlich ein Krüppel, zu dem ihr der Kontakt strengstens untersagt ist, verbindet sie eine zärtliche Freundschaft. Doch als durch Intrigen der Dorfbewohner der Konkurs der Fabrik herbeigeführt und Pierres Familie vertrieben wird, bricht für Vroni eine Welt zusammen.

Leseprobe

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